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Elektromobilität Steiermark

PK Elektromobilität Steiermark © Land Steiermark
PK Elektromobilität Steiermark
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DI Dieter Thyr, LR Anton Lang, Mag. Barbara Muhr, DI Robert Schmied © Land Steiermark
DI Dieter Thyr, LR Anton Lang, Mag. Barbara Muhr, DI Robert Schmied
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Landesstrategie Elektromobilität Steiermark 2030 © Land Steiermark
Landesstrategie Elektromobilität Steiermark 2030
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Förderung für priv. E-Fahrzeuge und Ladestellen © Land Steiermark
Förderung für priv. E-Fahrzeuge und Ladestellen
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Graz. 3. Oktober 2016: Elektromobilität ist ein wichtiger Baustein für umweltfreundliche Mobilität der Zukunft. Mit der neuen Landesstrategie Elektromobilität Steiermark 2030 präsentiert Landesrat Anton Lang einen weiteren Baustein für die Mobilitätswende: leistbare und umweltschonende individuelle Mobilität. Die Landesstrategie Elektromobilität sorgt für den Aufbau der E-Ladeinfrastruktur und eine deutliche Steigerung des Anteils an Elektrofahrzeugen. Und das Beste: zum Start der Landesstrategie gibt es zusätzlich einen starken Förderimpuls für Privatpersonen und Fahrschulen.


Elektromobilität hat laut aktueller Studie des Umweltbundesamts positive Umwelteffekte. So schneiden Batterie-Elektrofahrzeuge dank sehr geringer Emissionen an Treibhausgasen und Luftschadstoffen (Stickoxide oder Feinstaub...) klar besser ab als Benzin- oder Diesel-Fahrzeuge. Zudem liegt der gesamte Energieaufwand von Batterie-Elektrofahrzeugen bei rund einem Drittel im Vergleich mit Benzin- oder Diesel-Fahrzeugen. Elektromobilität ist daher ein wichtiger Baustein, um die Pariser Klimaschutzziele zu erreichen und die lokale Luftqualität zu verbessern.


Mit der neuen „Landesstrategie Elektromobilität Steiermark 2030" setzt das Land Steiermark den Rahmen, Elektromobilität in der Steiermark flächendeckend einzuführen. Die Landesstrategie sieht Elektromobilität als Teil des gesamten Mobilitätssystems. Sie soll den öffentlichen Verkehr, Radfahren und Zufußgehen unterstützen und konventionell betriebene Fahrzeuge ersetzen. Für den positiven Umwelteffekt ist außerdem wichtig, dass der erforderliche Strom mit erneuerbaren Energieträgern wie Sonne oder Wasserkraft bereitgestellt wird.

Landesrat Anton Lang betont: „Die Landesverwaltung geht in Sachen Elektromobilität mit gutem Beispiel voran. Die Umstellung der Fahrzeugflotte auf Elektrofahrzeuge hat bereits begonnen und wird nun sukzessive fortgesetzt. Die bisherigen Rückmeldungen jener Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Elektrofahrzeuge schon genutzt haben, sind sehr positiv."  

Elektromobilität ist auch ein wesentlicher Baustein des europaweit einzigartigen Mobilitätsangebotes mit dem Namen tim - täglich, intelligent, mobil, dessen erster Standort nun am Hasnerplatz feierlich eröffnet wurde. Beim multimodalen Knoten (Externe Verknüpfung www.tim-graz.at) werden künftig mehrere Mobilitätsangebote (Öffentlicher Verkehr, E-Taxis, E.Carsharing, Leihfahrräder) an verschiedenen Plätzen in der Landeshauptstadt gebündelt, mit denen man umweltfreundlich, bequem und kostengünstig unterwegs sein kann. Weitere „tims" sind noch am Schillerplatz, bei der Messe, in Reininghaus und in der Smart City geplant.


Bei Erfolg ist eine Ausweitung auf insgesamt 18 Standorte denkbar, sagt Holding Vorstandsdirektorin Mag.a Barbara Muhr, deren Vision es ist, dass zukünftig in Graz lebende Menschen kein eigenes Auto mehr brauchen: „Ich lebe die Zukunft der urbanen Mobilität in Graz! Heute vor eine Woche haben wir in Graz einen weiteren, sehr entscheidenden Puzzlestein hinzugefügt. Der erste multimodale Knoten der Landeshauptstadt, der erste in ganz Europa, ging in Betrieb. Bis zum Sommer 2018 entstehen weitere vier solcher „tim"-Mobilitätsstationen in Graz. Am Schillerplatz, bei der Messe, in der Waagner-Biro-Straße und im neuen Stadtteil Reininghaus wird so die Mobilität in unserer Stadt nachhaltig verändert. Täglich.intelligent.mobil - nun wählt die Grazerin, der Grazer ganz einfach aus verschiedenen Mobilitätsangeboten. Alles an einem Ort: Bus, Bim, Carsharing, E-Taxis, und zusätzlich gibt's noch ausreichende Fahrradabstellplätze und Ladestationen für E-Autos. Übrigens: Bis Jahresende sind Registrierung und Mitgliedschaft gratis. Graz baut seit mehr als fünf Jahren erfolgreich an einem Mobilitätspuzzle. Dabei wird nichts dem Zufall überlassen, wie sich der Verkehr künftig in unserer Stadt entwickelt. Ich liebe es, wenn ich als Vorstandsdirektorin der Holding Graz hier mit meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Holding Graz mitanpacken darf und schön langsam das Puzzle fertig wird. Beim Klimavertrag von Paris hat die Staatengemeinschaft den globalen Ausstieg aus fossiler Energie beschlossen. Bis zum Jahr 2050 muss der Verkehr zur Gänze von Erdöl unabhängig werden. Mit Business as usual ist dieses Ziel nicht erreichbar. Es braucht umfassende Maßnahmen und viele Vorreiter sowie Pioniere für eine klimafreundliche Mobilitätswende. Graz ist hier mit Sicherheit Vorreiter. Eine durchdachte Mobilitätsstrategie ist nicht nur für die Zukunft des Verkehrs in Graz entscheidend, sondern auch für die Entwicklung unserer lebenswerten Stadt. Zur Sicherung der urbanen Mobilität und mehr Lebensqualität bekennt sich die Stadt nach wie vor zur „sanften Mobilität."

Die gesetzten Ziele der Landesstrategie Elektromobilität sind durchaus ambitioniert: Im Jahr 2030 sollen bei rund 200 Park&Ride-Anlagen Lademöglichkeiten und neue Mobilitätsangebote für Elektromobilität vorhanden sein. Bis dahin sollen in der Steiermark über 200.000 Ladepunkte für die dann rund 225.000 zugelassenen Elektrofahrzeuge vorhanden sein.


Die Landesstrategie unterteilt sich in zwei Phasen. Phase 1 bis zum Jahr 2020 unterstützt den Umstieg auf Elektromobilität insbesondere bei öffentlichen und betrieblichen Flotten sowie bei Privatpersonen. Für diese Phase liegt ein Umsetzungsprogramm mit 21 Maßnahmen in vier Handlungsschwerpunkten vor:

  • Vorbildfunktion des öffentlichen Bereichs
  • Rechtliche Rahmenbedingungen zum Ausbau der Ladeinfrastruktur
  • Unterstützung des Infrastrukturaufbaus und der Fahrzeugbeschaffung
  • Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung und Vernetzung der Akteure.

Phase 2 im Zeitraum von 2020 bis 2030 sieht Elektromobilität gepaart mit neuen E-Mobilitätsangeboten flächendeckend vor.


Dipl.-Ing. Dieter Thyr vom Land Steiermark, Referatsleiter für Energietechnik und Klimaschutz, erklärt: „Auf Basis der vorliegenden Strategie und des Maßnahmenplans können in den nächsten Jahren Schritt für Schritt Hemmnisse, wie z.B. fehlende Ladeinfrastruktur, beseitigt und der Ausstieg aus fossilen Energieträgern im Verkehr unterstützt werden."


Als ersten Anschub für die Erreichung dieser Ziele fördert das Land Steiermark die Anschaffung neuer Batterie-Elektrofahrzeuge für Fahrschulen und Privatpersonen. In der ersten Phase wird so mit der hohen Förderung die Beschaffung von Elektrofahrzeugen deutlich erleichtert.


Durch den gelungenen Schulterschluss des Projekts eCO Pendeln gemeinsam mit dem Land Steiermark können so erstmalig für Externe Verknüpfung Privatpersonen bis zu 5.000 EUR an Förderung pro neu gekauftem oder geleastem E-Fahrzeug zur Verfügung gestellt werden, zeigt sich der Geschäftsführer der Grazer Energieagentur DI Robert Schmied stolz. Speed ist daher gefragt, denn die Förderung ist mit 55 neuen Elektroautos limitiert. Wer jetzt also in Graz und Graz-Umgebung zur Arbeit, zur Ausbildung oder zu seinem Hobby pendelt und die Vorteile eines Elektroautos genießen will, wird zusätzlich belohnt.

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