Zur Startseite Ich tus

Steirische Ich tu's-BotschafterInnen

Folge 1: Susanne Meininger, Verpackungszentrum Graz

Susanne Meininger übernahm das Verpackungszentrum (kurz VPZ) 1989 von ihrem Vater. Diesem war die Verdrängung von Naturstoffen durch Kunststoffe im Verpackungswesen stets ein Dorn im Auge gewesen. Bald nach der Firmenübernahme erfolgte der Beschluss, sich auf biogene Verpackungen zu spezialisieren. Als gelernte Drogistin faszinierten Susanne Meininger Naturstoffe schon immer. Doch erst heute bahnen sich - langsam, aber sicher -ökologische Verpackungsprodukte den Weg in die Regale. Die Zeit scheint reif geworden für die Ideen des VPZ in diesem Bereich. Susanne Meininger sagt über ihre Wettbewerbssituation: „Naturstoffe sind derzeit noch teurer als Kunststoffe. Derzeit ist die Entscheidung, biogene Verpackungen einzusetzen, immer noch eine Pionierleistung und als solche der entscheidende Wettbewerbsfaktor, sowohl bei uns, als auch bei unseren Kunden, wie z.B. den Biobauern oder Biolinien der Supermarktketten. Unsere Forschungsprojekte werden vom Gewinn des Verpackungsgroßhandels finanziert. Mit unseren Patenten halten wir international gefragtes Know-How in Händen."

Preise und Auszeichnungen, wie der Externe Verknüpfung Energy Globe, ermöglichen dem Unternehmen, die eigenen Ideen einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen, KonsumentInnen zu informieren, und über Berichte in Fachmagazinen internationale Kontakte zu knüpfen. Da das VPZ ein Großhandel ist, sind die EndkonsumentInnen keine direkten KundInnen, haben aber entscheidende Bedeutung bei der möglichen Umstellung des Systems.

Über die ökologischen Entwicklungen in ihrer Branche verrät uns Susanne Meininger: „Der Trend geht eindeutig in Richtung kompostierbare oder recyklierbare Verpackung. Auch Abfallvermeidung, dünnere Wandstärken etc. spielen eine wichtige Rolle. Innerhalb der Naturstoffe entstehen vermehrt Diskussionen, denn es ist die gesamte Kette des Werdens und Vergehens der Produkte zu betrachten. Wenn z.B. mehr Erdöl beim Transport der biogenen Verpackung verbraucht als für die Produktion einer Verpackung aus Kunststoff benötigt wird, ist dies nicht sinnvoll. Regionale Verfügbarkeit der Rohstoffe, der Einsatz von biogenen Reststoffen (Abfallholz, Zuckerrübenschnitzel etc.) und selbstregenerierenden Rohstoffen, die in keiner Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion stehen, sind wichtige Faktoren."


Linktipps:

Verpackungszentrum - Externe Verknüpfung www.vpz.at

Susanne Meininger mit ZellulosenetzschlauchBiogene VerpackungenBiosäcke
War diese Information für Sie nützlich?

Danke für Ihre Bewertung. Jeder Beitrag kann nur einmal bewertet werden.

Die durchschnittliche Bewertung dieses Beitrages liegt bei ( Bewertungen).