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Folge 2: LOVE architecture & urbanism

1997 wurde das Architekturbüro LOVE in Graz gegründet. In den vergangenen Jahren konnte das Team rund um die Partner Mark Jenewein, Herwig Kleinhapl und Bernhard Schönherr nationale und internationale Projekte realisieren wie etwa den Umbau des Traditionskaufhauses Gerngross in Wien, den Karmeliterhof in Graz oder Baufeld 10, einen Wohnbau in der HafenCity Hamburg. Derzeit arbeitet man intensiv an den Plänen für die neue Unternehmenszentrale von 50 Hertz in Berlin.

Ende April 2013 wurde LOVE für den SPAR Supermarkt in der Grazer Floßlendstraße der österreichweite Gesamtsieg in der Kategorie ERDE des Energyglobe 2013 zugesprochen. Zuvor war der Bau bereits von der ÖGNI, der österreichischen Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft, mit der Goldmedaille zertifiziert worden. Projektleiter Michael Leiss von LOVE beschreibt die vorbildliche Energieversorgung so: „Das Gebäude wird mit einer Luftwärmepumpe und integrierter Wärmerückgewinnung von der Kälteerzeugungsanlage beheizt beziehungsgeweise gekühlt. Der Markt verfügt über eine kontrollierte Be- und Entlüftung. Die Photovoltaik-Anlage mit rund 110 m2 ist in die Parkplatzüberdachung integriert." Das durchaus naheliegende Konzept: Die Abwärme, die die Kühlgeräte des Supermarktes produzieren, wird im Winter zum Heizen verwendet. Zusätzliche umwelt- und klimafreundliche Maßnahmen waren unter anderem die Bepflanzung des Geländes mit 28 neuen Bäumen, die Einrichtung einer „Tankstelle" für E-Mobilität und viele unversiegelte Flächen rund um den Markt, damit der Wasserkreislauf möglichst nicht gestört wurde.

Um von ÖGNI mit Gold klassifiziert zu werden, musste darüber hinaus der CO2-Abdruck jedes Baustoffes bestimmt werden, daneben wurden auch der Standort an sich, Fahrradabstellplätze, ökonomische und ökologische Kriterien sowie die soziale und technische Qualität bei der Bewertung herangezogen. Der Supermarkt besteht aus einer Kombination von Stahlbetonstützen und einem Stahlbetonkern mit einer Dachkonstruktion aus hölzernen Sandwich-Paneelen. Das Ziel von SPAR war es, mit der ökologischen Ausrichtung einen Prototypen zu schaffen, der später in Serie gehen könnte. Die Kundinnen und Kunden im Supermarkt, so Bernhard Schönherr, seien oft verwundert, dass ein Gebäude wie dieses so umweltfreundlich sein könnte. Gleichzeitig merke man deutlich, dass immer mehr Menschen das Thema als sehr wichtig beurteilen. LOVE hat daher bereits den Um- und Neubau am Karmeliterplatz und die Renovierung des Gerngross in Wien so ökologisch wie möglich geplant. Für das derzeit in Planung befindliche Projekt in Berlin strebt das Grazer Architekturbüro eine Zertifizierung nach DGNB an, dem deutschen Äquivalent zu ÖGNI.

 

Linktipps:

Externe Verknüpfung Die Website des Büros LOVE

Externe Verknüpfung Der Energyglobe für den Supermarkt

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